23. April 2020

Dagmar Ensch-Engel: Erst genügend Masken beschaffen und dann das Tragen zur Pflicht machen.

 

„Das war der Paukenschlag der Woche,“ kommentiert Dagmar Ensch-Engel, Kreisvorsitzende der Partei DIE LINKE in Merzig-Wadern und Mitglied des Landtages, die Ankündigung zur Maskenpflicht im Saarland. DIE LINKE unterstützt grundsätzlich die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie. Aber blinder Aktionismus, der nicht umsetzbar ist, sei wenig zielführend. Die Bürgerinnen und Bürger im Land sind bereit die Maskenpflicht umzusetzen, wenn es denn genügend Masken gebe, so die Politikerin.
„Seitdem die Nachricht gestern über die Medien verbreitet wurde, steht auch mein Telefon nicht mehr still“, so Ensch-Engel weiter. „Jede und jeder will wissen, wo die Ausgabestelle für die Masken denn sei.“ Laut der Pressemitteilung der Staatskanzlei lägen 5 Millionen Masken bei den Gemeindeverwaltungen zur Abholung bereit. „Tatsächlich ist das nicht so. Die Verwaltungen und Bürgermeister*innen wurden nicht einmal über diese Verordnung informiert, noch wurde mit ihnen eine Verfahrensweise über die Ausgabe abgestimmt, geschweige denn sind Masken vorhanden. So kann das nicht ablaufen.“
Ensch-Engel ist verärgert über dieses Vorgehen und fragt sich inzwischen, ob im Land überhaupt so viele Masken verfügbar sind. „5 Millionen Einwegmasken reichen ohnehin vielleicht für eine Woche und dann werden die Bürgerinnen und Bürger wenn es keine neuen mehr gibt, diese Einwegmasken mehrfach benutzen.“ Die Politikerin der Linken fordert deshalb die Landesregierung auf, sich vorrangig um die Beschaffung von ausreichenden Masken zu kümmern und dann Verordnungen zu erlassen und nicht den umgekehrten Weg zu gehen.

 

 

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