06. August 2025Die Transformation nicht auf dem Rücken der Verbraucher:innen austragen: Florian Spaniol, Vorsitzender der Linken Saar, äußert deutliche Kritik an der geplanten Stromumlage zur Finanzierung neuer Gaskraftwerke. Er betont, dass Investitionen in die Energiewende dringend notwendig sind, um den Klimawandel zu bekämpfen und die Energieversorgung zukunftssicher zu machen.
Dennoch sei es nicht hinnehmbar, dass die finanziellen Lasten dafür auf die Verbraucher:innen umgelegt werden. Gerade die Superreichen und großen Konzerne, die den Klimawandel maßgeblich vorantreiben, müssten endlich einen erkennbaren Beitrag leisten. Zwar profitiere jeder von der Transformation, doch die Kosten dürften nicht Menschen mit geringem Einkommen weiter belasten.
Die geplante Umlage führe nicht zu mehr Akzeptanz für den notwendigen Wandel, sondern bedeute eine zusätzliche finanzielle Belastung für die breite Bevölkerung. Stattdessen fordert die Linke Saar eine gerechte Finanzierung, bei der Steuervergünstigungen für Superreiche abgeschafft und die Kosten dort refinanziert werden, wo auch Geld da ist.
Die Linke sieht zudem Gaskraftwerke nicht als Lösung für eine echte sozial-ökologische Transformation. Sie beruhen auf fossilen Energieträgern, die nicht nur klimaschädlich sind, sondern auch langfristig hohe Abhängigkeiten und Kosten verursachen. Das Geld sollte stattdessen in nachhaltige Bürgerenergieprojekte und Energiegenossenschaften fließen, sowie den direkten Anschluss von Industriebetrieben an regionale Stromerzeugung gewährleisten.
Spaniol warnt: „Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit gehören zusammen. Wenn wir die Energiewende nicht sozialverträglich gestalten, droht die notwendige Transformation zu scheitern – und am Ende sind die Beschäftigten in der Industrie die Leidtragenden." Artikelgröße: 232 Wörter, 1605 Zeichen exklusive Leerzeichen, 1836 Zeichen insg. Permanenter Link zu diesem Artikel: http://dielinkesaar.de/index.php?id=nb&id2=1754485874-151114
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