18. Juni 2020

DIE LINKE. Saar: Eine landesweite Krankenhausgesellschaft muss auf die Tagesordnung

 

Nach Ansicht der Saar-Linken muss die Bildung einer landesweiten Krankenhausgesellschaft zeitnah auf die politische Tagesordnung. „Wenn aktuell darüber debattiert wird, wie die zur Verfügung stehenden Investitionsmittel von Land und Bund in Höhe von ca. 220 Mio. EUR verteilt werden, müssen zuerst die strukturellen Fragen geklärt werden. Eine Geldverteilung mit dem Gießkannenprinzip wird nur kurzfristig positive Effekte zu Folge haben,“ so Thomas Lutze, Landesvorsitzender der Saar-Linken.

Lutze weiter: „DIE LINKE unterstützt die Konzeption der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit der Forderung nach einer landesweiten Krankenhausgesellschaft. Krankenhäuser sind bekanntlich ein sehr wichtiges Standbein der öffentlichen Daseinsvorsorge. Das derzeitige Nebeneinander aus öffentlichen Trägern des Landes oder der Kommunen und vermeintlich gemeinnützigen Trägern – die marktwirtschaftlich arbeiten – hat sich nicht bewährt. Hier entstehen
Konkurrenzsituationen, die an dieser Stelle im Gesundheitswesen nichts verloren haben.“

Ziel muss es sein, dass mit einer landesweiten Krankenhausgesellschaft Standortschließungen oder auch die Verringerung der Bettenanzahl wie aktuell in Neunkirchen vermieden werden. Gerade die - noch nicht überwundenen - Corona-Krise hat deutlich gemacht, dass ausreichende Kapazitäten bei Krankenhäusern zwar teuer, aber auch systemrelevant sind.

„Es wäre sehr ratsam, wenn die Landesregierung zu einem Runden Tisch einlädt, bei dem neben dem Landtag auch Vertreter/innen der Kommunen, die Gewerkschaft Verdi und die bisherigen Träger an einem Tisch sitzen,“ so Thomas Lutze abschließend.“  

 

 

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