20. September 2022

Statt Hinhaltetaktik - Sofortprogramm für mehr Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen notwendig!

 

 

Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Situation an Grund- und Förderschulen infolge Personalmangels fordert die LINKEN-Landesvorsitzende Barbara Spaniol umgehend ein Sofortprogramm für mehr Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen, um die Situation schon zu Schuljahresbeginn schneller entspannen zu können.

„Die Lehrkräfte im Land laufen uns weg und die Bildungsministerin sieht keinen Lehrermangel. Die Misere an Grund- und Förderschulen ist seit langem bekannt. Genauso ist seit Jahren bekannt, dass es hier keine funktionierende mobile Reserve an Lehrkräften gibt. Dass dann, obwohl man seit Jahren in der Verantwortung ist, auf einen alten Doppelhaushalt im Land verwiesen wird, ist zynisch“, so die LINKEN-Vorsitzende.

DIE LINKE tritt seit Jahren für eine Lehrerfeuerwehr mit ausgebildeten Lehrkräften an den Grundschulen ein, um den Unterrichtsausfall verlässlich auffangen zu können. Genauso ist dies im Bereich Förderschulen und Inklusion seit langem geboten.
Spaniol dazu: „In Krankheitsfällen muss vorausschauend die Mehrbelastung der Lehrkräfte aufgefangen werden. Das geht nur mit mehr Personal, um die angemessene Förderung der betroffenen Schülerinnen und Schüler gewährleisten zu
können. Das Bildungsministerium hat es seit langem versäumt, hier Vorsorge zu treffen.“

Hinzu kommt, dass viele saarländische Grundschul-Nachwuchskräfte im benachbarten Rheinland-Pfalz an den Schulen unbefristete Planstellen mit besserem Gehalt und besseren Perspektiven erhalten und dort im Schuldienst willkommen sind.

„Im Saarland sind viel zu viele Stellen befristet und schlechter bezahlt. Vor dieser Entwicklung darf man doch nicht die Augen verschließen. Hier muss das Angebot besser werden. Zu einem wirksamen Sofortprogramm gehören auch mehr Studienplätze im Grundschulbereich sowie ein Lehrstuhl für Inklusion und Förderpädagogik an der Saar-Uni, damit unsere Lehrkräfte auch im Saarland ausgebildet werden können“, so die Landesvorsitzende.

„Die Hilferufe der Lehrerverbände sind längst ernster zu nehmen, damit die Personalprobleme an unseren Schulen im Sinne unserer Kinder endlich gelöst werden“, so Spaniol abschließend.

 

 

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